Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu. Für mich ist das immer schon ein Anlass zur Rückschau gewesen. Und so nehme ich denn den Leser mit in meine persönliche Rückschau auf das Jahr. Auf Bücher, Musik und auf Erlebtes, die alle, ganz gleich, was 2026 bringen mag, bereits ihr Werk getan haben. Die Zukunft ist unsicher und die Vergangenheit unabänderbar. Es bleibt nur die Gegenwart.
Bücher
Ein oder vielleicht das Buch, das bei mir in 2025 besondere Spuren hinterlassen hat, ist Between Two Fires von Christopher Buehlmann. Ich habe bereits vor einiger Zeit beschlossen, dass das Fantasygenre für mich abgeschlossen ist. Es bleiben die Klassiker. Alles, was dann ab einem bestimmten Jahr zu kommen scheint, erschließt sich mir nicht mehr. Was mir bleibt an Fantastischem, ist Horror und Schauer.
Between Two Fires hat sich für mich in einer Zwischenwelt bewegt. Das Buch wirkt jenseits von Nutzliteratur, die irgendeinen Zweck haben soll, unterhalten, verstören, etc.
Beinahe hat das Buch für mich eine Art spirituellen Effekt gehabt. Ich kann es schlecht beschreiben.
"Now in These days the Lord God had turned His face from the Business of men; …"
Musik
Mir fällt es leichter, die Alben zu benennen, die dieses Jahr für mich wichtig waren. Nicht im Sinne einer Topliste, sondern die es, und sei es vermeintlich nur durch so eine bestimmte Eigenart, geschafft haben, mit einer gewissen Tiefe zu mir zu sprechen.
Zu nennen wären hier:
Eïs: Bannstein
Aara: En Ergô Einai
Konfession: Wenn die Schatten rufen
Darüber hinaus gab es natürlich noch weitere Musik, die es wert war, darüber zu schreiben oder sie einfach nur anzuhören und wertzuschätzen.
Symbole
Es gibt auch ein paar Symbole, die für mich (neu) Sinn bekommen haben. Zu erwähnen wären beispielsweise der Hammer Thors (als Kraftsymbol, nicht direkt als Zeichen der nordischen Religion und noch viel weniger von völkischer Grütze jeder Schattierung...) oder z. B. eine kleine Walküren-Figurine, die es in meinen Symbolschatz geschafft hat.
Allgemein habe ich im 2025 sehr viel an Symbolen kuratiert zum Ziele, meiner eigenen Seelenlandschaft Ausdruck zu verleihen. Das ist etwas, das mir sehr viel gegeben hat und mir sehr wichtig war und ist.
Schatten
2025 hielt für mich einige Momente bereit, die eigentlich kein Mensch erleben sollte und die dennoch passiert sind. Grenzmomente. An eben der Grenze zwischen zwei Jahren hoffe ich, dass das nächste Jahr freundlicher wird.
Kreativ
Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre gewesen, hier ein oder mehrere Interviews mit Künstlern, die ich interessant finde, zustande zu bekommen. Das wird jetzt leider aus verschiedenen Gründen im alten Jahr nicht mehr passieren. Aber wer weiß, was 2026 bringt.
Letzte Zugänge in der "Kammer":
Kate Heartfield: The Chatelaine
Alexander Pechmann: Die zehnte Muse
Ieschure: The Shadow
Musik während dieses Beitrages:
Hymnambulae: Nausikaa
Guten und sicheren Übergang nach 2026!
- Anfauglith
